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Reflexionsphase für Sie

Was ist das generelle Ziel des Lehr-Lehrarrangements “Teamfähigkeit”?
Das vorrangige Ziel des LLAs ist es, die Schüler dazu zu befähigen, zusammen mit ihren Mitschülern in kooperativ-kommunikativen sowie aufgabenorientierten Situationen zu arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler sollen ein zielorientiertes Zusammenarbeiten im Team erleben, damit die Teamfähigkeit jedes einzelnen Schülers gefördert werden kann.    
Welche Unterrichtsphase ist bei der Durchführung des Lehr-Lern-Arrangements “Teamfähigkeit” von besonderer Bedeutung für die Schüler und warum?
Von besonderer Bedeutung bei der Durchführung des Lehr-Lern-Arrangement „Teamfähigkeit“ ist die Phase der Reflexion. Die Selbstreflexion und/oder Teamreflexion und/oder Plenumsreflexion ist ein wichtiger Bestandteil des Lernerfolgs. Die Reflexion dient dazu, den Transfer des zu vermittelnden Wissens auf Wirksamkeit hin einzuschätzen. Schüler können das eigene Lernen und die vorangegangen Situation reflektieren. Die Arbeitsmaterialien und -blätter helfen Ihnen, die Reflexionsphase im Unterricht einfach durchzuführen. Natürlich können Sie die vorhandenen Materialien individuell erweitern oder verändern. 
Wie können Sie die Interaktion zwischen Fach- und Sozialkompetenzen im eigenen Unterricht erreichen/umsetzen?
Bei der Konzeption der Lerneinheit sollten Sie bereits darauf achten, dass die Vermittlung von Fach- und Sozialkompetenzen miteinander verzahnt ist. Wenn das Ziel der Lerneinheit die reine Vermittlung von Fachwissen ist, wird es schwierig sein, Elemente zur Vermittlung von Sozialkompetenz sinnvoll in die Unterrichtseinheit zu integrieren. Denken Sie darüber nach, wie Sie das Lehr-Lehrarrangement oder Ausschnitte davon in Ihre Unterrichtsplanung implementieren können.
Welche Bedeutung hat die Vermittlung von Teamfähigkeit für Ihre gegenwärtige und zukünftige Unterrichtsplanung?
Dafür gibt es keine Musterlösung. Diese Reflexionsfrage soll Ihnen helfen, den aktuellen Stand Ihres Unterrichts zu reflektieren. Zu den wichtigsten Schlüsselkompetenzen für Auszubildende gehören soziale Kompetenzen und insbesondere Teamfähigkeit. Die Förderung von Teamfähigkeit ist einer der zentralen Bausteine in der persönlichen Entwicklung Jugendlicher. Arbeitsabläufe und -prozesse werden zunehmend in der Arbeitswelt verschlankt und gehen ineinander über. Dies erfordert im Arbeitsalltag immer mehr die Schlüsselkompetenz „Teamfähigkeit“. Jugendliche sollten den Teamgedanken im Arbeitsalltag sowie auch im privaten Leben verstehen. Gerade in den Übungen des Lehr-Lern-Arrangements Teamfähigkeit haben Auszubildende die Chance, Verantwortung zugeschrieben zu bekommen sowie auch abzugeben und zu verteilen. Die Rollenkarten innerhalb des vorgestellten Lehr-Lern-Arrangements helfen den Schülern, den eigenen Verantwortungsbereich zu vertreten und Problem- und Lösungsstrategien selbstständig sowie zusammen mit dem Team zu entwickeln. 
Wie würden Sie folgende Situation zur Förderung von Teamfähigkeit in Ihrem eigenen Unterricht einbauen?
Situation: In Ihrem Spielwarenmarkt haben sich in der letzten Zeit vermehrt Handelsvertreter für Spielwaren mit neuen Produkten vorgestellt. Die Geschäftsführung möchte einen neuen Spielwarenartikel ins Sortiment aufnehmen. Jedoch sind sie sich uneinig, welcher Artikel am besten in das bestehende Sortiment passt. Der Marktleiter und Marketingexperte sollen sich gemeinsam für ein neues Spielzeug entscheiden. Deshalb wurden zwei Spielzeugvertreter erneut in den Spielwarenmarkt eingeladen. Vorstellung beider Spielzeugvertreter: (1) Der Handelsvertreter „Holz“ stellt besonders die Vorteile seines Produkts in Bezug auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit heraus. Er stellt dem Spielwarenmarkt ein Holzklotz-Set (100 Teile) mit 36 bunten und 64 naturfarbenen Holzklötzen vor. Er weist darauf hin, dass immer mehr Eltern Wert auf nachhaltige Spielwaren legen. (2) Handelsvertreter „Puppe“ möchte seine neue Puppenserie vorstellen. Die Puppenserie besteht aus einer männlichen und einer weiblichen Puppe. Das Material ist Kunststoff. Die Puppen tragen moderne Kleidung und haben eine Sprechfunktion. Er weist darauf hin, dass Puppen gerne verschenkt werden und in der Weihnachtszeit sehr gefragt sind.  Rollen: Folgende Rollen sind in der Situation vertreten: der Marktleiter, der Marketingexperte, der Befürworter „Holz“ und der Befürworter „Puppe“.
  1. Marktleiter:
    Der Marktleiter ist besonders daran interessiert, für seine Kunden ein zufriedenstellendes Sortiment bereitzustellen, und achtet zudem auf gute Qualität. Das Produkt soll den wirtschaftlichen Erfolg des Spielwarenmarktes verbessern. 
  2. Marketingexperte:
    Der Marketingexperte weiß genau, welche Produkte aktuell angesagt sind und sich gut im Spielwarenmarkt verkaufen lassen. Deshalb kann er den Marktleiter hinsichtlich Preisgestaltung, Werbung und Vertriebsmöglichkeiten beraten.
  3. Befürworter „Holz“:
    Der Mitarbeiter findet nachhaltige und umweltverträgliche Produkte im Spielwarensortiment sehr wichtig. Er möchte seine Interessen im Team durchsetzen.
  4. Befürworter „Puppe“:
    Der Mitarbeiter findet, moderne und zeitgemäße Spielwaren sind genau das Richtige für den Spielwarenmarkt. Im Team versucht er gezielt Gründe zu nennen, die für die Puppenserie sprechen.
Sind Sie der Meinung, dass die Vermittlung von Selbstkompetenzen in Ihrem Unterricht verstärkt werden könnte? Wie würden Sie vorgehen?
Dafür gibt es keine Musterlösung. Haben Sie sich überlegt, inwieweit Sie bisher Sozialkompetenzen fördern und wie Sie diese Förderung noch verstärken können? Auch wenn Ihre Unterrichtspläne zeitlich keine Veränderungen zulassen, überlegen Sie sich trotzdem, wo und wie Sie das Lehr-Lern-Arrangement in Ihre Unterrichtskonzeption einbinden können.
Welche Kenntnisse fehlen Ihnen noch, um ausreichend Sozial- oder auch Selbstkompetenzen im Unterricht zu vermitteln?
Dafür gibt es keine Musterlösung. Schauen Sie sich die restlichen drei TTT-Bereiche mit Ihren Lehr-Lern-Arrangements (Kritikfähigkeit, Zeitmanagement und Selbsteinschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit) an. Sprechen und diskutieren Sie mit Ihren Kollegen über das Thema. Nehmen Sie sich entsprechende Literatur bzw. Ratgeber zur Hand, damit Sie mehr über diese Kompetenzbereiche erfahren. 
Die Vermittlung von Selbst- und Sozialkompetenzen kann nicht kurzfristig und sporadisch erfolgen. Vielmehr ist eine kontinuierliche Reflexion des eigenen Handelns von den Lernern durch entsprechende Lernanlässe anzuregen. Nehmen Sie dazu Stellung.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie SIE den langfristigen Lernprozess planen und durchführen wollen.  Welche konkreten Selbst und Sozialkompetenzen sollen gefördert werden?
Durch welche Lernanlässe soll dies geschehen?
Welche Unterstützungssysteme sollen dabei eine Rolle spielen?
Welche Hindernisse sind zu überwinden? Erstellen Sie einen Strategieplan und fixieren Sie diesen schriftlich. Dieser Plan kann Ihnen bei der weiteren Unterrichtsplanung eine wichtige Grundlage bieten.